From Arrival to Closing Circle: A First-Timer's Guide
Ecstatic Dance ist keine Party. Was ist es dann?
Für dich ist Ecstatic Dance vielleicht etwas komplett Neues. Und eines ist schnell klar: eine Party ist es nicht. Aber was ist es dann? Und was unterscheidet es von einem normalen Ausgehabend?
Es gibt ein Element, das selten explizit erwähnt wird, aber bei fast jedem Ecstatic Dance zentral ist: der gemeinsame Start und der gemeinsame Abschluss. Genau dieser Rahmen macht den Unterschied, und genau den möchte ich dir hier mitgeben.
Ankommen
Der Abend beginnt mit einer Türöffnung, bevor das eigentliche Event startet. In dieser Zeit kannst du in Ruhe ankommen. Lege deine Sachen ab, zieh dich um (wenn du etwas bequemeres anziehen möchtest), geh aufs WC, sag kurz Hallo und tausche dich mit anderen Teilnehmern aus. Es gibt keinen Druck, sofort loszulegen. Diese Zeit ist bewusst dafür da, im Raum anzukommen.
Der gemeinsame Start
Sobald das Event beginnt, starten wir zusammen im Kreis. Es gibt eine Begrüssung und wir gehen gemeinsam kurz die Ecstatic Dance Guidelines durch und schaffen so einen sicheren Raum für alle. Fragen können gestellt werden und wir begegnen uns alle gleich, ohne Hierarchie - alle im Kreis.
Danach folgt ein angeleitetes Ankommen. Du kannst dir eine Art Einführung vorstellen, um bewusst präsent zu werden. Das kann eine kleine Übung sein, die dir hilft, in deinen Körper hineinzukommen, den Alltag hinter dir zu lassen und bewusst zu atmen. Schritt für Schritt kommst du so in die Musik hinein. Dieser Übergang ist wichtig: er schafft die Brücke zwischen dem, was vorher war, und dem Raum, der jetzt entsteht. Ein sicherer Raum voller Präsenz und Verbundenheit.
Freie Bewegung
Sobald du im Raum angekommen bist und dich wohlfühlst, beginnt der Teil, in dem du dich frei bewegen, tanzen und ausdrücken kannst. Allein oder, im gegenseitigen Einverständnis, auch mit anderen. Hier ist ganz viel Raum für dich, um herauszufinden, wie sich das für dich anfühlt.
Übrigens ist auch innere Stille, hinlegen oder meditieren während dem Ecstatic Dance erlaubt.
Du darfst jederzeit gehen
Vielleicht merkst du während des Tanzens, dass es plötzlich nicht mehr passt. Du wirst müde und möchtest nach Hause, um dich auszuruhen. Die Musik trifft heute nicht deine Stimmung. Oder du spürst in dich hinein und merkst, dass du gerade eher Ruhe brauchst, vielleicht sogar lieber im Wald spazieren gehst.
Was auch immer es ist: du darfst jederzeit gehen. Hör auf dich, das ist ganz wichtig.
Wir starten zwar gemeinsam und die, die bis zum Schluss bleiben, schliessen auch gemeinsam ab. Aber während des Tanzes kannst du den Raum jederzeit verlassen. Was dabei nicht funktioniert: raus, wieder rein, wieder raus, wieder rein.
Kurz zusammengefasst: Wir starten gemeinsam, du darfst jederzeit gehen, und wer am Schluss noch da ist, schliesst gemeinsam ab.
Der gemeinsame Abschluss
Gegen Ende wird die Musik langsamer. Es folgt eine Art Savasana, also eineEndentspannung, bevor wir gemeinsam im Kreis wieder abschliessen, so wie wir begonnen haben.
Warum dieser Rahmen wichtig ist
Jede Zeremonie hat einen bewussten Anfang und einen bewussten Abschluss. Auch wenn Ecstatic Dance nicht per se eine Zeremonie ist, ist es doch ein Ritual, das sich vom Alltag abhebt.
Zudem gibt der gemeinsame Anfang und Abschluss
dem Abend eine Struktur, die Sicherheit schafft. Du musst nicht wissen, was zu tun ist, du wirst einfach mitgenommen. Genau das macht Ecstatic Dance in Zug zu einem Ort, an dem du dich vom ersten Moment an gut aufgehoben und sicher fühlen kannst. Ein echter Raum, um ganz DU selbst zu sein und deine Emotionen frei auszudrücken.